Bevor um Weihnachten die eigentliche Kreuzfahrt durch die Karibik mit der MSC Seaside starten sollte, durfte ich mich über 2 Tage Aufenthalt in der Stadt freuen, die auch gern mal als das Tor nach Lateinamerika bezeichnet wird! Andersherum geht natürlich auch Tor nach Nordamerika oder in meinem Fall Tor zur Karibik, juche! Ich hatte also ein wenig Zeit für Miami und wollte auf keinen Fall einfach nur am Strand rumgammeln. Das würde ich dir für die Stadt auch nicht raten, denn auch wenn es vielen schwer fällt auf die Frage „Hat dir Miami gefallen“ eine klare Antwort zu finden, hat sie durchaus einiges zu bieten.

Tag 1: Einblicke in die Stadt!
But first, Coffee!

Für diesen Urlaub hatte ich mir vorgenommen stressfrei so viele neue Orte wie möglich zu entdecken. Dieser Vorsatz zwang mich förmlich dazu, einen Platz in einem guten amerikanischen Diner für ein noch besseres amerikanisches Frühstück PLUS fetten Pott Kaffee einzunehmen. Da ich in einem Hotel auf der Collins Avenue übernachtete, führte mein Weg mich glücklicherweise um nur 2 Straßenecken ins richtig nette „11th Street Diner“ in Miami Beach. Guter Kaffee (free refills natürlich)! Leckere Pancakes und auch Omelettes! Good Morning Miami Beach, du gefällst mir!

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Mit ausreichend Koffein intus kann man sich dann – sowieso schon einmal in Miami Beach – in Richtung Ocean Drive und South Beach aufmachen. Ich glaube, der erste Blick auf Strand und Meer – besonders an Orten wie diesem – setzen in mir eine Art Glücksstrom frei und für den Fall der Fälle ich hatte vorher noch kein richtiges Urlaubs Feeling, dann ändert es sich spätestens ab diesem Moment.

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Ocean Drive

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Ein paar Schritte am Strand entlang und einen entspannten Spaziergang entlang des Ocean Drives sowie das Art Deco Viertel von Miami Beach später kann ich dir einen kurzen Zwischenstopp in der „Re:fresh Juice Bar“ (1059 Collins Ave. Suite 107 – geöffnet übrigens täglich von 09:00 bis 23:00 Uhr) empfehlen!

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Neben den Smoothies, die alle ganz frisch zubereitet werden, gibts da auch noch viele weitere leckere Dinge, wie etwa Acai-bowls oder Salate! Ich meine es ernst! Da musst Du einfach hin!!!

mit dem Bus quer durch die Stadt

Eigentlich könnte man in Miami Beach allein schon ohne Probleme einen ganzen Tag vertrödeln aber für mich ging es – wie der Zufall es wollte – ab 13:00 Uhr noch mit einem der vielen Hop on – Hop off Busse (meiner gehörte zu „Safari Tours“, $25 p.P.) auf Erkundungstour quer durch Miami!

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An der „Bayside Mall“ gab es einen kleinen Zwischenstopp (ich schätze, das war der eigentliche Startpunkt der Tour) und danach direkt über den MacArthur Causeway (von hier aus hat man übrigens einen guten Blick auf den Venetian Causeway), vorbei an den Villen der wirklich Reichen zurück (haha, ein bisschen lustig war das mehrfache Übersetzen von Miami nach Miami Beach ja schon) zurück zum Ocean Drive. Ein weiteres Highlight der Tour war wohl die Fahrt durch den Coconut Grove, das Gebiet mit den wohl schönsten Anwesen, die ich seit langem gesehen habe.

Eis, Mokka und Musik in Little Havana

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Das Viertel Little Havana war die letzte Station der Busrundfahrt durch Miami und mit Abstand mein allerliebster Tagespunkt! In den Souvenirshops gibts gern mal einen kubanischen Kaffee zur Probe und das lohnt sich mal echt! Super lecker! Und von allen Seiten klingt – mehr Urlaub geht fast nicht – schönste lateinamerikanische Musik! Mit Sicherheit gibt es noch weit mehr zu entdecken entlang der Calle Ocho / Walk of Fame als nur meinen nächsten Tipp, aber wenn du hier entlang kommst, dann gönn dir unbedingt eine der wirklichen leckeren Eissorten in der „Azucar Icecream Company“ (1503 SW 8th Street/ Empfehlung: „burn in hell Fidel“ – ein scharfes Eis, da brennt’s dir alles weg!). Der Laden ist aber auch für Menschen, die nicht so verrückt nach Eis sind (gibt’s die überhaupt?) durchaus einen Blick wert!!! Das Viertel ist außerdem bekannt für bunt bemalte oder generell sehr farbenfrohe Häuserwände, die zu schönen Fotos einladen!!! Die vom Bild oben findest du neben dem Subway Restaurant (1575 SW 8th Street) unweit des gerade angepriesenen Eisladens!

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zurück nach Miami Beach

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Nachdem der Bus fast ohne mich von Little Havana zurück zum Ausgangspunkt aufgebrochen wäre und ich leidvoll erfahren musste, dass die Collins Avenue eine wirklich SEHR lange Straße ist, gab es – zurück in Miami Beach – auch endlich was zu essen. Aber eins nach dem anderen! Eine Sache sollte man nicht unterschätzen. Straßen in Miami (oder generell in den USA!?) können sehr lang werden, deswegen stellt man besser sicher, dass man immer weiß, wo man sich gerade genau befindet und wohin man möchte. Auf dem Rückweg von Little Havana hat mich die Kulisse Miamis so sehr vom Rest des Geschehens im Bus abgelenkt, dass ich nicht mitbekam, dass anscheinend alle Fahrgäste gebeten wurden – zurück an der Bayside Mail – den Bus zu verlassen, um von dort aus anderweitig nachhause (oder wohin auch immer) zu kommen. Leider bemerkte dies auch der Busfahrer sehr spät und schmiss mich förmlich aus dem Gefährt… zum Glück bereits in Miami Beach und auf der Collins Ave. – jedoch auf Höhe Collins Ave 3500… Mein Ziel lag bei etwa Collins Ave 1050. . . Also: Immer schön nach der Endstation einer solchen Tour fragen, sonst heißt es Fußmarsch und auf ein Taxi hoffen…

Mexican Food im Naked Taco

Bevor man sich am Abend noch einmal zum Ocean Drive aufmacht, um dort bei Musik und guter Stimmung noch den ein oder andern Cocktail zu trinken und vielleicht auch feiern zu gehen, kann man im „Naked Taco „ (1111 Collins Avenue) erst einmal für die nötige Grundlage sorgen. Nette Menschen und noch viel besseres Essen. Absolute Empfehlung!

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Tag 2:  Shopping – Collins Avenue und Sawgrass Mills Mall/ Fort Lauderdale

Wer schon einmal in den USA war, der weiß, dass es Einkaufsstraßen, wie wir sie aus Europa kennen dort eher nicht zu finden gibt. Fürs Shoppen geht der geneigte Mensch eher in eine der riesigen Malls. Aber Moment mal! Was haben meine sonnengeblendeten Augen da beim passieren der Collins Avenue während der Bustour entdeckt? Hab ich da gerade einschlägige Namen wie Armani Exchange, Banana Republic, MAC aber auch weitaus bezahlbarere Optionen wie etwa H&M, Zara oder auch einen wirklich netten Vans Store (670 Collins Avenue) gesehen? Es scheint, als würden sich da in Miami Beach so langsam aber sicher auch außerhalb der großen Malls entlang der Straße Läden ansiedeln. Lohnt sich für einen kurzen Abstecher auf jeden Fall!!!

Für die richtig Shopping-Fanatischen unter euch ist die Sawgrass Mills Mall in Fort Lauderdale (12801 W Sunrise Blvd.)  definitiv einen Besuch wert. Plant dafür aber genügend Zeit ein! Das Ding ist einfach riesig und ein Tag sollte mindestens drin sein! Außerdem lohnt sich dann auch das Geld fürs Taxi, denn die Mall liegt – wie bereits erwähnt – in Fort Lauderdale und damit außerhalb Miamis. Die Fahrt dorthin dauert – natürlich je nach Ausgangspunkt – etwa 45 Minuten und kostet dementsprechende Gebühren – es sei denn ihr findet ein Shuttle. Habe mit dem Taxifahrer einen Festpreis von $150 (für Hin- und Rückfahrt) verhandelt, was sich vor allem mit mehreren Leuten lohnt! Also dann! Viel Freude beim Geld ausgeben!

und so gehts beim nächsten Mal weiter…

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So, das soll es erst einmal zu Miami und Miami Beach gewesen sein und vielleicht war ja der ein oder andere gute Tipp für Dich dabei. Oder hast du vielleicht noch einen für mich und meinen nächsten Besuch?

Im nächsten Blogpost wird es dann um Antigua gehen, die erste Station der Karibik Kreuzfahrt mit der MSC Seaside. Ich hoffe, du bleibst dabei, bis dahin

alles Liebe,

Saskia

Tag 1 – auf nach Bangkok     

Wie versprochen kommt heute nun der erste Teil meines kleinen Reiseberichts zum Thailandtrip. Begonnen hat alles mit einem recht entspannten Flug mit Qatar Airways über Doha nach Bangkok. Wer aus Angst vor langen Flügen eine Reise nach Südostasien ausschließt, den kann ich beruhigen, die zwei durch den Zwischenstopp entstandenen 5 Stunden Flüge sind durchaus gut zu ertragen und die Flugzeuge waren mit sämtlichem Klimbim ausgestattet, sodass die Zeit fast schon zu kurz erschien, um alles einmal zu nutzen. First World Problems … Ja!

Angekommen in Doha hatten wir ein bisschen Aufenthaltszeit, was sich bei dem Flughafen durchaus lohnt, denn da gab es den ein oder anderen netten Shop und auch witzige Installationen, wie diesen Psychoteddy! Weniger schön war der Schock, der uns traf als wir versuchten Geld abzuheben. Ich wusste von Freunden, dass auch meine Maestro Karte problemlos funktionieren müsste (hatte nur zwar eine Mastercard bestellt, die auch kam, jedoch fehlt mir bis heute der Pin) aber weder die noch die Mastercard von meinem Freund taten das was sie sollten. Super! Da standen wir also mit rund 200€ Bargeld in der Tasche und konnten nur hoffen, dass sich unsere aktuelle Finanzsituation nur auf Doha beschränkt. Zum Glück war das auch so! Demnach: fährst du nach Thailand dann spar dir das Geld für die Visa! Die Transaktionsgebühren halten sich mit 200THB (ca. 5€) für 10.000THB (ca. 260€) auch gut in Grenzen! Und damit kommst du  wie in meinem Fall beim Backpacking ein gutes Stückchen aus.

Nachdem wir also glücklich und ‚bescheint‘ (riesig sind diese Baht-Scheine) den Bangkoker Flughafen verlassen hatten, ließen wir uns für 300THB zum Hotel bringen. Übrigens gar nicht so einfach wie gedacht! Denn einfach wen ansprechen läuft da nicht! Man muss an einem eigens dafür eingerichteten Automaten ein Ticket ziehen – hab mich ein bisschen gefühlt wie im Bürgerbüro meiner Stadt! Das Ticket zeigt dann die Nummer des Stellplatzes und zu dem geht man dann. Bestens organisiert die Thais! Das soll sich durch den gesamten Urlaub ziehen anbei bemerkt! Nun ja. Die Fahrt dauerte etwa eine halbe Stunde und ich hab mir Bangkok nur halb so riesig vorgestellt wie die Stadt die da an meinen Augen vorbei zog! Unglaublich viele Menschen und demzufolge auch unglaublich viel Verkehr! Einen Mietwagen empfehle ich keinem! Und das nicht wegen des Linksverkehrs! Das ist definitiv das kleinste Problem in diesem scheinbar regellosen Gewühl! Aber als Beifahrer machte es Spaß!

Von Anfang an war unser Plan, in Bangkok selbst eins der tolleren Hotels zu buchen, bevor es auf den Inseln mit den ja eher simplen Unterkünften (so dachte ich) losgehen würde. Unbezahlbar dieser Blick aus dem 32. Stock! Vor allem bei Nacht! Viele der Hotels haben übrigens einen Pool in mittlerer Höhe, der dann meist noch von Bäumen und Blumen umrahmt ist.

Nach fast 24 Stunden ‚Anreise‘ (ich rechne hierbei ganz dramatisch ausgehend von unserer Aufstehzeit) waren wir nicht mehr zu viel zu gebrauchen. In dem Viertel in welchem unser Hotel stand haben wir uns aber dennoch ein bisschen umgeschaut.  Dominiert wurde es auf jedenfall durch die drei RIESIGEN Malls, in denen wir uns aber nur sehr kurz aufgehalten haben, weil man das Gefühl hatte, bei all dem ÜBERangebot verrückt zu werden. Draußen tausende neuer Eindrücke und drinnen noch viel mehr! Nee danke! Nicht am ersten Tag vor allem!

snapseed Kleiner Tipp aber – im Erdgeschoss des Siam Paragon (eine der drei fetten Malls) findet sich eine riesen Fressmeile die von traditioneller thailändischer Küche über Streetfood bishin zu europäischer Küche alles bündelt! Auch da – für meinen Geschmack zuviel Auswahl aber es ist dennoch einen Blick wert wie ich finde! Ansonsten gestehe ich, sind wir früh schlafen gegangen (ein Wunder bei den lautstark streitenden Asiaten im Zimmer neben uns, bei denen neben Türen auch Teile des Inventars flogen). Morgen gibts dann mehr von dem Folgetagen!