Yay! Heute gibts mal wieder ein DIY! Ich habe mir einen neuen Couchtisch aus 2 Europaletten gebaut. Und das ging wirklich kinderleicht! Wichtig war mir, dass der Tisch – auch wenn er größer sein würde als die vorherige Variante – leicht zu verschieben ist, denn er steht vor einer Couch, die auch mal als Gästebett dient. Wenn sie also ausgezogen werden muss bei Übernachtungsgästen, dann muss man den Tisch ganz einfach verschieben können. Europaletten haben allerdings schon ein ziemliches Gewicht, deswegen habe ich einfach Rollen angebracht, die sich um ihre eigene Achse drehen können. Auf diese Weise ist der Tisch sehr schnell verschoben. Damit er dann aber auch an Ort und Stelle stehen bleibt, verfügen 2 der Rollen über einen Stopper. So bleibt alles an seinem Platz.

… was du dafür brauchst:

  • 2 Europaletten
  • 4 Möbelrollen (in meinem Fall 2 mit Stepper und 2 normale Rollen, alle 4 lassen sich um ihre eigene Achse drehen)
  • Schrauben
  • Schleifpapier und Schleifklotz

… und hier die einzelnen Schritte:

  1. Europaletten haben meistens ein paar Gebrauchsspuren oder sind an manchen Stellen abgesplittert. Dagegen helfen ein Schleifklotz und Schleifpapier. In meinem Fall hat das 40er Schleifpapier super Dienste geleistet. Habe einfach alles einmal grob übergeschliffen und die Kanten alle ein bisschen abgerundet, damit man sich nicht schneidet oder sonst irgendwie verletzt/ wehtut.
  2. An die unterste Palette habe ich dann die Rollen angebracht. Für die nötige Stabilität habe ich dafür 5,0 x 60 mm Schrauben verwendet. Die Rollen mit den Stoppern kamen auf eine gemeinsame Seite. Im Nachhinein hatte man sie aber auch diagonal anbringen können, das kannst du machen, wie du magst.
  3. Als die Paletten dann ordentlich übereinander lagen, habe ich sie mit 4 Schrauben miteinander verbunden, sodass sie auch nicht mehr verrutschen können.
  4. Nun fehlt mir eigentlich nur noch eine passende Glasplatte. Die muss ich mir allerdings erst noch anfertigen lassen.

Eieieieiei!!!! Na das wurde aber auch echt mal Zeit mein Fräulein. Seit Ewigkeiten erzähle ich davon und nun kommt auch endlich die kleine Anleitung zur passenden Bank zum immer noch heiß geliebten Tisch aus Baudielen.

Ich muss gestehen, bis zu dieser Version hat es einige Irrwege meinerseits gegeben, die mich schier verzweifeln ließen. Nichts wollte klappen. Oftmals machten Dinge in meinem Kopf und auch auf dem Papier noch Sinn, missrieten mir dann aber gänzlich in der Praxis. Das ist auch ein Grund, warum ich nun eine Menge schicker Kupferrohre mein Eigen nenne (ein Projekt dafür fällt mir aber ganz gewiss noch ein). Ich lasse es dich wissen ;-) Ich denke ich muss nicht erwähnen, dass ich keine gelernte Handwerkerin bin, deswegen gehe ich manchmal etwas unbedacht an Projekte heran, was mir durchaus des Öfteren zum Nachteil wird, wenn Sachen dann einfach doch nicht so klappen, wie ich mir das gedacht habe. Andererseits verkompliziere ich Projekte dann auch nicht durch erlernten handwerklichen Perfektionismus. Ich muss dann manchmal einfach während einer Arbeit spontan sein und neue Wege einschlagen, damit ich ans Ziel komme und meistens klappt das auch. Bei dieser Bank war es ähnlich. Sie sollte ganz anders sein – viel komplizierter und einzigartiger und dann kam doch diese Version zustande und ich muss sagen, sie gefällt mir nach wie vor, weil sie eben so schlicht ist. Außerdem saß mir die Zeit vor meiner Geburtstagsfeier im letzten Jahr im Nacken. Ich möchte ehrlich sein.
Aber nun zurück zu einer kurzen Übersicht zu den Dingen, die du für diese – am Ende wirklich einfache Bank benötigst:

  • 2 Baudielen in der jeweiligen Länge deines Tisches
  • 6 Zugeschnittene Baudielen als Fußteile
  • 2 – 3 Leisten zum verbinden den Baudielen (zugeschnitten in der entsprechenden Länge)
  • 12 Winkel
  • Schrauben
  • Filzstecker für die Füße

und so bin ich vorgegangen:

  1. Zuerst sollten die Baudielen wieder gründlich abgeschliffen werden, damit man sich beim Sitzen keine Splitter einzieht oder gar deine Kleidung Schaden nimmt. Ich  habe das damals leider ausgelassen, was nicht so klug war, denn im Nachhinein macht so etwas VIEL VIEL mehr Arbeit. Glaube mir!
  2. Die Baudielen können dann mit der Sitzfläche nach unten nebeneinander auf den Boden gelegt werden und können dann ganz einfach an 2-3 Stellen mit den Leisten und ein paar Schrauben miteinander verbunden werden.
  3. Anschließend kann man schon die Fußteile mithilfe der Winkel anbringen. In meinem Fall habe ich Winkel zu beiden Seiten einer jeden zugeschnittenen Baudiele angebracht.
  4. Zum Schluss habe ich noch Filzstecker in die Fuße gesteckt, um den Boden zu schonen.

That’s it! Ich sagte ja, dass die Bank unfassbar simpel ist. Aber sie erfüllt seitdem absolut ihren Zweck und ich habe noch keine Beschwerden gehört. ;-)

Achso und kleiner Nachtrag. Vielleicht siehst du es ja auf den Bildern. Bank und Tisch sind aus demselben Holz gefertigt und dennoch unterscheiden sie sich etwas in ihrer Farbe. Das Holz des Tisches ist schon etwas nachgedunkelt mit der Zeit und hat einen wärmeren Ton angenommen. Das mag ich sehr und ich schätze mal, dass das mit der Bank auch noch passieren wird. Wir werden es sehen.